Willkommen bei SWISSINT

Friedensförderung im internationalen Rahmen ist einer der drei Aufträge der Schweizer Armee. Rund 280 Schweizerinnen und Schweizer stehen tagtäglich im freiwilligen Auslandeinsatz und leisten einen Beitrag zum Frieden in Gebieten, die von Konflikten und Kriegen geprägt sind und ein friedliches Zusammenleben der Menschen verunmöglichen. Verantwortlich für die Umsetzung dieses Armeeauftrags ist das Kompetenzzentrum SWISSINT in Stans-Oberdorf.

Aufgaben

Der Armeeauftrag «Friedensförderung» ist als einer der drei Aufträge der Schweizer Armee im Militärgesetz verankert und wird durch das Kompetenzzentrum SWISSINT (Swiss Armed Forces International Command) ausgeführt. Die Arbeit von SWISSINT richtet sich nach den politischen Vorgaben (Bundesrat und Parlament) sowie den Richtlinien des Chefs der Armee und des Chefs Kommando Operationen.

Das Kompetenzzentrum SWISSINT ist das nationale Einsatzführungskommando militärischer Kontingente und individuell eingesetzter Personen im Armeeauftrag Friedensförderung. Dies umfasst die Rekrutierung und das Personalwesen, die Logistik, die Finanzplanung und -führung, die einsatzbezogene Ausbildung, die nationale Führung während des Einsatzes, die Auswertung sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

  • Rekrutierung und Personalwesen
  • Logistik
  • Finanzplanung und -führung
  • Einsatzbezogene Ausbildung
  • Nationale Einsatzführung
  • Auswertung
  • Öffentlichkeitsarbeit

Code of Conduct

Schweizer Peacekeeperinnen und Peacekeeper sind in den Einsätzen der militärischen Friedens­förderung oftmals mit Situationen konfrontiert, die heraus­fordernd und be­lastend sein können. Sie haben dement­sprechend stets ethisch korrekt zu handeln und sich verantwortungs­bewusst zu verhalten. Als nationales Einsatz­führungs­kommando orientiert sich das Kompetenz­zentrum SWISSINT an Werten, die sich in unserem Code of Conduct, dem Verhaltens­kodex, wiederfinden. Im Fokus unseres alltäglichen Handelns liegt der Auftrag, den wir mit der militärischen Friedens­förderung ausführen.

Damit dieser erbracht werden kann stehen jedoch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unabhängig ob Ein­satz­personal oder Mitarbeitende des Kompetenz­zentrums SWISSINT – im Zentrum als wertvollstes Gut. Als Schweizerinnen und Schweizer wollen wir sowohl im Inland als auch im Ausland unsere Schweizer Werte vorleben und gegen aussen tragen – wir agieren stets ethisch korrekt, vorbildlich sowie lösungs­orientiert, kommunizieren transparent und handeln zuverlässig. Damit tragen wir auch dazu bei, dass die Schweiz in der militärischen Friedens­förderung positiv und als vertrauens­volle Nation wahrgenommen wird.

Ausbildungszentrum SWISSINT

Das Ausbildungszentrum des Kompetenzzentrums SWISSINT ist für die einsatzbezogene Ausbildung derjenigen Angehörigen der Schweizer Armee verantwortlich, die einen freiwilligen, friedens­fördernden Auslandeinsatz leisten. Um eine zielgerichtete Ausbildung sicher­zustellen, verfügt das Ausbildungs­zentrum über einsatz­erfahrenes und mehr­sprachiges Personal. Die einsatz­bezogenen Aus­bildungs­sequenzen werden nach jedem Lehrgang überprüft und ausgewertet, um bestmögliche theoretische und praktische Kenntnisse für friedens­fördernde Auslandeinsätze zu vermitteln.

Einige Kurse bieten die Möglichkeit, die Thematik der Friedens­förderung zu studieren und sind auch für zivile und ausländische Gäste offen. Ferner wird einmal pro Jahr ein spezifisches Sicherheits­training für zivile Partner wie internationale Organisationen (IO), Regierungs­organisationen (GO) und Nichtregierungs­organisationen (NGO) angeboten. Das Ausbildungs­zentrum SWISSINT ist ein akkreditiertes «Partnership Training and Education Centre».

Geschichte

Bereits über 14'000 Schweizerinnen und Schweizer beteiligten sich bisher an friedens­fördernden Einsätzen der Schweizer Armee im Ausland. Die Geburts­stunde der schweizerischen militärischen Friedens­förderung liegt im Jahr 1953. Damals entsandte der Bundesrat rund 150 bewaffnete Armee­angehörige nach Korea. Heute sind noch fünf Offiziere in der neutralen Über­wachungs­kommission (Neutral Nations Supervisory Commission – NNSC) in Panmunjom an der inner­koreanischen Demarkations­linie im Einsatz. 1988 folgte der Beschluss des Bundesrats, die Beteiligung an friedens­erhaltenden Missionen auszu­weiten, und bereits ein Jahr später entsandte die Schweiz das erste Kontingent in einen UNO-Einsatz. Der Einsatz SWISSCOY im Kosovo ist seit 1999 das bislang grösste Engagement der Schweizer Armee im Rahmen der Friedens­förderung.

1953
1989
1990
1991
1996
1997
1999
2000
2004
2004
2011
2011
2016
2020

1953

Geburtsstunde der militärischen Friedensförderung der Schweiz – Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes entsendete der Bundesrat Schweizer Armeeangehörige nach Korea.

1989

Erster friedensfördernder Einsatz im Rahmen einer UNO-Mission. Die Schweizer Armee schickte eine Medical Unit (SMU) in die UNTAG in Namibia, wo sich Armeeangehörige um die medizinische Betreuung militärischer und ziviler Detachemente kümmerten.

1990

Startschuss der Beteiligung an den Militärbeobachtermissionen der UNO. Erste Schweizer Offiziere reisten in den Nahen Osten, um sich im Rahmen der UNTSO für den Frieden einzusetzen.

1991

Zweiter Einsatz einer Swiss Medical Unit zugunsten einer UNO-Mission. Bis zu 85 Schweizer Armeeangehörige leisteten in der Westsahara im Rahmen der MINURSO einen friedensfördernden Einsatz.

1996

Nach dem Ende des Bürgerkriegs engagierten sich Schweizer Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Swiss Headquarters Support Unit in Bosnien und Herzegowina. Als sogenannte Gelbmützen leisteten sie logistische Unterstützung zugunsten der OSZE.

1997

Das erste Engagement zugunsten der humanitären Minenräumung erfolgte in Bosnien und Herzegowina.

1999

Beginn des bis heute personell grössten Einsatzes zugunsten der Friedensförderung der Schweizer Armee: Bis zu 195 bewaffnete Frauen und Männer stehen seither in unterschiedlichsten Bereichen zugunsten der Kosovo Force (KFOR) im Einsatz.

2000

Erste Schweizer Militärbeobachter werden zugunsten der UNO südlich der Sahara eingesetzt. Die damalige Mission MONUC wurde 2010 in die heutige MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo umbenannt.

2004

Mit der Beteiligung an der Mission EUFOR ALTHEA kehrten Schweizer Armee­angehörige nach Bosnien und Herzegowina zurück und fungieren zugunsten der Mission als Früh­warnsystem.

2004

Erweiterung des Engagements in der militärischen Friedensförderung im Bereich Kapazitätsaufbau: Schweizer Offiziere unterstützen seither unter anderem das Ausbildungszentrum «Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre» in Ghana.

2011

Schweizer Kleinwaffen- und Munitionsexperten unterstützen als Mobile Training Team (MTT) der EUFOR die bosnisch-herzegowinischen Streitkräfte im Wissens- und Kapazitätsaufbau im Bereich Waffen und Munition.

2011

Erste Schweizer Armeeangehörige wurden zugunsten des United Nations Office for Project Services (UNOPS) an das UNO-Hauptquartier in New York entsendet.

2016

Mit der Teilnahme am United Nations Triangular Partnership Project (UN TPP) verstärkt die Schweizer Armee ihr Engagement im Bereich Kapazitätsaufbau. Ziel ist es die genietechnischen Fähigkeiten für UNO-Einsätze in Afrika zu verbessern.

2020

Am UNO-Sitz in Genf sind erstmalig Schweizer Armeeangehörige tätig und als Informatikspezialisten für die Implementierung eines globalen Informations­management­systems für den Minenräumungsdienst der UNO verantwortlich.

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